Selbst denken – “Generation Porno” will stärker gefördert werden

Vor einer Weile fragte ich bei Facebook nach Empfehlungen für Sachbücher. Vielen Dank an alle, die in den Kommentaren Bücher empfohlen haben – für die nächsten Monate bin ich versorgt!
Wenn ich dazu komme, werde ich hier kurz über die Bücher berichten, die ich bereits gelesen habe. Den Anfang mache ich mit dem dort mehrfach empfohlenen „Selbst denken – Eine Anleitung zum Widerstand“ von Harald Welzer. (Taschenbuch / Ebook beim Landbuchhändler des Vertrauens, dem Amazon der Herzen bestellen)

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(Texte: FAZ vom 9.10.14, Bilder: FAS vom 1.10.2014)

Kurz zusammengefasst: Weiterlesen

Sonntagsmärchen und Bilder der Woche 37: Das Mädchen mit den Schwefelhölzern II

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Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen II

Eines Tages stellte sich das Mädchen aus der Streichholzfabrik vor die Schön-Schöner-Schönhauser-Allee-Arcaden, um dort – na was wohl?! – Streichhölzer zu verkaufen. Doch die Menschen waren nur interessiert an kostenlosen Zeitungs-Probe-Abos, Tierschutzpamphleten und Probetrainingsgutscheinen für ein nahegelegenes Frauenfitness-Studio.Überdies besaßen sie Feuerzeuge.  Weiterlesen

Chlorhühnchen mit Wehrmachtsgewehren

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(Alle Collagen: Text: FAZ 26.9.2014, Bilder: DB Mobil 9/14 und 10/14)

Da ich in letzter Zeit mehrfach danach gefragt wurde: Nein, meine Collagen sind nicht von anderen inspiriert. Und: Ja, meine Collagen sind von anderen inspiriert. Die Technik ist wahrscheinlich grob geschätzt so alt, wie es Tageszeitungen sind. Ob dadaistische Gedichte, politische Statements oder Drohbriefe – Schere und Klebstoff ersetzen Stift und Pinsel. Cut-up-and-paste. Als Kind liebte ich die Filme von Karel Zeman (und kann mich ihrer Faszination bis heute nicht entziehen), die zwar nicht aus zerschnipselten Zeitungen entstanden, aber doch etwas von dieser Ästhetik haben.

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Bei mir war es so, dass ich auf einer langen, langen Zugfahrt einen großen Tisch im ICE für mich allein hatte und nach einer Illustration für einen Schnipselfriedhofs-Artikel suchte. Und dann sprangen mir einige Schlagzeilen und Bilder der Zeitschrift, die ich gerade gelesen hatte, ins Auge. So entstanden die ersten drei Bilder und weil es so viel Spaß gemacht, habe ich das seither immer wieder getan. Das wars.

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Sehr empfehlen möchte ich das Buch “Und auch nun, gegenüber dem Ganzen – dies” von Lydia Daher, das bei Voland&Quist erschienen ist. Das zeigt, was möglich ist, wenn man sich wirklich auf die Technik einlässt – und Lyrikerin ist. 101 Cutup-Gedichte hat sie im Verlauf eines Jahres geschriebenschnittenklebt – aus Literaturkritiken. Eine tolle Idee, fantastisch umgesetzt.

Hier findet man meine gesammelten Collagen ohne nervige Texte drumrum

Bilder der Woche 36 – One Night in Winterthur

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(Doppelfoto: Horst Thieme, auf der Bühne: icke. /Nürnberg, K4)

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(Wer würde da widersprechen? Volksabstimmung in der Schweiz. Nicht immer geht es um Minarette oder so.)

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(One Night in Winterthur. After-Slam-Karaoke)

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(Nach den Friseuren jetzt also auch die Modegeschäfte. Wir werden alle sterben. /Erfurt)

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(Hatte mal ein Lied, in dem die Textzeile vorkam: “Ich esse Thunfisch bis es endlich Delfin in Dosen gibt” – sehr lecker, die Tierchen. /Backstage Kassablanca, Jena)

Wahl 2.0 – Ein Informationsangebot der Initiative Marktkonforme Demokratie

(Geschrieben für einen Slam zur Landtagswahl in Thüringen. Bilder und Schlagzeilen: TLZ vom 13.9.2014))

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebe Nicht-Wähler und liebe Noch-Wähler
als Vertreter der Initiative Marktkonforme Demokratie, des Berufsverbandes der Ökonomen, Wahrsager und Kaffeesatzleser sowie des gemeinnützigen Vereins „Wachstum statt Kuscheln – Agenda 2020 jetzt!“ ist es mir eine Freunde, Ihnen mitzuteilen, dass es uns scheißegal ist, ob Sie zur Landtagswahl gehen oder nicht. Denn – und es ist mir eine noch größere Freude, Ihnen dies mitzuteilen – es gibt eine bessere Wahl als die Landtagswahl, eine wichtigere, zeitgemäßere und weniger frustrierende Wahl, eine echte Alternative zu herkömmlichen Wahlen, Weiterlesen

Bilder der Woche 35 – Sachsenhausen und ein Stau wegen offener Tür

Das KZ Sachsenhausen besuchten wir in meiner Kindheit und Jugend gefühlt einmal im Jahr an Wandertagen oder besonders heißen Julitagen in den Ferienspielen. Wahrscheinlich waren wir in Wirklichkeit nur zweimal da. Meine Erinnerung daran ist sehr verschwommen. Als ich das KZ jetzt wieder besuchte, erkannte ich nichts wieder, obwohl noch vieles genau so ist, wie in meiner Kindheit – nicht einmal an das Monument hatte ich eine Erinnerung:

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Doch das einzige, woran ich mich wirklich erinnere Weiterlesen