Pass auf, die Wahrheit ist unsichtbar

Zumindest reden sie wieder miteinander. Ein kleiner Hoffnungsschimmer im Ukraine-Konflikt. Und ich wäre gern dabei gewesen, bei diesen Gesprächen. Oder noch lieber: bei den Gesprächen, die die vier Außenminister vorher mit ihren Beratern und Präsidenten/Ministerpräsidenten/Kanzlerinnen geführt haben. Vielleicht würde ich dann ein bisschen klarer sehen?

Mitten in Europa brennt es und alles was man sieht ist Rauch und was man hört ist Geschrei.

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Das Sonntagsmärchen: Das Märchen vom glücklichen Thorsten

In der Zeitung hatte Thorsten gelesen, dass Schokolade glücklich macht. So ging er denn eines Tages in den Schokoladen-Laden im Erdgeschoss des Hauses, das er bewohnte, und kaufte jedes Fitzelchen Schokolade, dass es dort nur zu kaufen gab, denn Thorsten war sehr, sehr unglücklich. Er trug die Schokolade in seine Wohnung und aß sie an einem einzigen Nachmittag auf – 800 Kilogramm. Noch nie hatte ein Mensch soviel Schokolade auf einmal gegessen, und so wurde Thorsten der glücklichste Mensch aller Zeiten. Nicht einmal das laute Wehklagen der Kinder unten vor dem leergeräumten Schaufenster des Schokoladen-Ladens konnte sein Glück trüben.

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Bilder der Woche 32 – Socken, Drachen, Schmetterlinge

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Kürzlich fiel mir auf, dass ich es in letzter Zeit sträflich vernachlässigt habe, Fotos von Schmetterlingen, Krähen und Drache zu posten, was ich hiermit reumütig nachholen möchte …

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Zugabe in Schwarzweiß:

Es verschlug mich letzte Woche nach Österreich, ins Ausseer Land, an den Grundlsee, wo es noch viel, viel schöner war als ohnehin befürchtet. Ein Foto des Sees hatte ich schon bei Facebook gepostet – vorsorglich hatte ich noch eine olle Socke in den Baum gehängt, damit niemand beim an einer Überdosis Alpenromatikkitsch stirbt:

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Hier derselbe Blick, diesmal mit meinen Füßen als Gegengewicht zur grauenerregend schönen Landschaft samt Schnulzenschloss:

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Und dann drehten die Leute völlig durch:

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Außerdem war ich in den Niederlanden, dem Land des feuerspuckenden Drachens, wo mein Klapprad neue Freunde fand:

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Wer schon immer wissen wollte, wie ein defektes Ebookdisplay aussieht … so sieht das aus:

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Eigentlich sollte ich froh sein, den blöden Tolino Shine, das absurdeste Stück Technik seit dem Nokia N86, endlich los zu sein. Aber erstens ist es sehr unpraktisch, wenn einem sowas mitten im Urlaub passiert, zum anderen gibt es leider keinen Ebookreader, der meinen Anforderungen entspricht (der Sony PSR3 wäre fast perfekt, wenn er eine integrierte Beleuchtung hätte), so dass mir wohl nichts anderes übrigbleibt, als mir den Nachfolger des Shine, den Tolino Vision zuzulegen. Unverständlich, warum sich nicht einfach eine Firma findet, die alle guten Sachen (Wörterbücher, Beleuchtung, handschrifliche Notizen, freies System, Hardwaretasten) in einen Ebookreader packt und alles Doofe (nicht aufhebbare Shopintegration auf der Startseite, Absturzfreudigkeit, Amazon-Zwang, dusslige Menüführung etc.) weglässt. 

Und ja: Ich weiß, dass es früher auch ohne Ebookreader ging und auch ich lese noch immer lieber auf Papier, aber mein Beruf und das damit verbundene Rumreisen (inklusive Übernachtungen mit ungeklärter Nachttischlampensituation) macht diese Dinger für mich sehr, sehr nützlich. 

 

 

Von Wustrow nach Paris

Crowdfunding ist eine tolle Sache und Startnext eine super Plattform dafür. Zum einen aus dem offensichtlichen Grund, dass es die Realisierung von Projekten ermöglicht, die nach herkömmlichen Marktprinzipien oder Förderkriterien keine Chance gehabt hätten, zum anderen, weil es den Unterstützern das schöne Gefühl gibt, selbst einen Beitrag zur Verwirklichung eines Traumes beigetragen zu haben und über die oft sehr speziellen/originellen/persönlichen Dankeschöns für diesen Beitrag auch etwas zu bekommen, dass weit mehr ist als nur das fertige Produkt oder Kunstwerk.

Tatsächlich trage ich mich ernsthaft mit dem Gedanken, selbst ein Crowdfunding-Projekt zur Wiederbelebung von Kloß und Spinne zu starten. Allerdings muss ich mich dazu erst einmal auf die Suche nach Leuten begeben, die mich bei der Animation unterstützen (bzw. diese übernehmen würden) bzw. textlich mitarbeiten, um regelmäßig neue Folgen zeigen zu können.

Doch ersteinmal möchte ich hier noch einmal auf eine andere Crowdfunding-Aktion aufmerksam machen: Den Film 3000 Grad – von Wustrow nach Paris. Eine Dokumentation von Henri Tonn über das gleichnamige Musikfestival. Heimatfilm, Roadmovie, Musikvideo alles in einem. Elektronische Musik, Mecklenburgische Kühe, Anglerlatein und Lebensweisheiten in Kittelschürzen, ein Wanderzirkus, eine Lebenseinstellung, ein Märchen, eingefangen in tollen Bildern. Ich konnte einen ersten Rohschnitt sehen und bin ehrlich begeistert. Schon der Trailer ist toll:

(Am besten im Vollbildmodus angucken, WordPress scheint Probleme mit der Einbindung zu haben.)

Besonders schön ist, dass Festival und Film so gut zusammenpassen: Beides funktioniert über die Begeisterung der Macher, denen ihre Unabhängigkeit wichtiger ist als der Gewinn. Das heißt leider nicht, dass das ohne Geld auskommen würde. Nach 40 (unbezahlten) Drehtagen in 18 Monaten und hunderten Stunden der Materialsichtung geht es jetzt um Feinschintt, Finalisierung und Herstellung. Und das ist ohne Unterstützung nicht mehr zu schaffen. Die Finanzierungsphase bei Startnext ist auf einem guten Weg. Fast 45 Prozent der Summe sind schon zusammengekommen. Den Rest schaffen wir auch noch!

Schaut euch den Trailer an, lest euch die Projektbeschreibung durch und vielleicht bekommt ihr ja Lust, euch selbst mit einem der Dankeschöns zu beschenken und einen tollen Film zu unterstützen!

 

Mein Senf für Gaza

Waffenruhe im Nahen Osten – “Gottseidank” hätte ich fast geschrieben, allerdings hat sich Gott in Sachen Nahost-Konflikt nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Nicht, dass die Menschen Gott bräuchten, um Dummheiten zu machen, aber er ist doch ein willkommener Vorwand. (Ich fürchte, die Waffenruhe ist schon längst wieder vorbei – ich bin gerade in einem klitzekleinen Urlaub und ein bisschen aus der Zeit und dem Netz gefallen.)

Was Israel und Palästina jetzt vor allem brauchen ist: Senf. Hier kommt ein großer Klacks von mir. Eigentlich ist es mein Senf zu anderer Leute Ketchup …

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Bilder der Woche 31/2014 – Poetry Slam Zirkus

Nach einigen wunderbaren Abendsonnenopenair-Slams musste das ja mal passieren:

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Einige Tage nachdem Münster quasi komplett in den Fluten versunken war („die Vineta gemacht“, wie man bei uns in Pankow so sagt, wobei „man“ in diesem Fall nur ich bin und sowas eigentlich auch nicht sage, sondern nur in mein Blog schreibe, um seltsam zu wirken), regnete es schon wieder, obwohl doch der Tatwort Poetry Slam im Schlossgarten, an dem ich letztes Jahr schon teilnhenmen konnte, wieder stattfinden sollte. Doch da Münster nun schon untergangserfahren ist, sah man das ganze gelassen: Das Publikum wurde, solange es regnete, auf die Bühne geholt, und als es pünktlich zu Veranstaltungsbeginn nur noch ein bisschen tröpfelte, nahmen sie klaglos auf den nassen Bänken Platz. Super Abend!  Weiterlesen